Geschrieben von am 27.03.2014 in Ökumene | 8 Kommentare

Die unerreichbare Festung Europa fordert einen hohen Preis

Die unerreichbare Festung Europa fordert einen hohen Preis

Die Grenzanlagen gehen mir nicht aus dem Sinn. Ich meine die Grenzanlagen an der spanischen Exklave Melilla in Marokko. Gemeinsam mit einer Delegation aus dem Kirchenkreis Jülich bin ich nach Marokko gereist, um mir von der Lage der Flüchtlinge dort selbst ein Bild zu machen und mich über die Flüchtlingsarbeit der Jülicher Partnerkirche, der Evangelischen Kirche in Marokko, zu informieren.

Bei Melilla trennt ein doppelter, sechs bis sieben Meter hoher Stacheldrahtzaun, mit rasierklingenscharfen Metallstücken besetzt, Europa und Afrika. Auf beiden Seiten des Zaunes patrouillieren Polizisten, die in einem Abstand von nur 100 Metern postiert sind. Auf marokkanischer Seite wurde zusätzlich entlang des Zaunes ein tiefer Graben ausgehoben. So schützt sich Europa vor den Afrikanern. Das kann nicht gut gehen. Und es geht auch nicht gut.

Schätzungsweise 40.000 Schwarzafrikaner sind in Marokko gestrandet. Sie haben ihre Heimat verlassen, weil es dort keine wirkliche Perspektive mehr gegeben hat. Einerseits sind sie getrieben von Verzweiflung und Not; andererseits von der Hoffnung auf ein besseres Leben. Angekommen in Marokko, müssen sie erkennen, dass die Träume kaum Erfüllung finden werden. Die Grenze ist nicht zu überwinden. Das Zelt im Wald wird nicht zur Zwischen-, sondern zur Endstation.

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Die unerreichbare Festung Europa fordert einen hohen Preis

Pass bestimmt den Radius der Möglichkeiten

In einer globalisierten Welt können Waren ohne Hindernisse von einem Ort zum anderen gelangen, Menschen nicht. Jedenfalls nicht alle. Der Pass bestimmt den Radius der Möglichkeiten. Europa tut alles, um die „Wohlstandsgrenze“ zu verteidigen. Die Grenzanlagen auf dem Festland, sind nur ein Teil eines ganzen Regimes von Abwehrmaßnahmen. Weil der Landweg versperrt ist, versuchen viele Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Europa zu gelangen. Unzählige haben auf der Überfahrt in ungeeigneten Booten den Tod gefunden. An sie muss ich denken, als wir auf dem Rückflug das Mittelmeer überqueren.

Und an die Grenzschützer von Frontex, die im Auftrag der europäischen Regierungen das Mittelmeer überwachen, damit es zu keiner illegalen Zuwanderung kommt. Ob sie ihrer völkerrechtlichen Pflicht zur Seenotrettung ausreichend nachkommen? Was wissen wir schon von dem, was dort auf hoher See geschieht? Bräuchten wir eine „Greenpeace-Mission“ zum Schutz der Flüchtlinge, eine neue Cap Anamur?

Die unerreichbare Festung Europa fordert einen hohen Preis. Hat die Wertegemeinschaft keine andere Antwort als beispiellose Investitionen in einen kompromisslosen  Grenzschutz? Muss man die zahlreichen Toten und das Leid an den EU-Außengrenzen sehenden Auges in Kauf nehmen? Wie kann die Globalisierung unter diesem Vorzeichen überhaupt funktionieren?

Eine Welt, in der genug für alle da ist, darf keine Utopie bleiben

Man wird die Probleme auf dem afrikanischen Kontinent sicher nicht durch Zuwanderung nach Europa lösen können. Aber Afrika und seine Bevölkerung brauchen eine Perspektive. Die Fluchtursachen müssen nachhaltig bekämpft werden. Sie haben viel damit zu tun, dass der schwarze Kontinent von der globalen Entwicklung zu sehr abgekoppelt ist. Hinzu kommen hausgemachte Probleme, die zu oft – auch in Europa – ignoriert werden. Von Gerechtigkeit im globalen Maßstab sind wir weit entfernt.

Und trotzdem: Eine Welt, in der genug für alle da ist, darf keine Utopie bleiben. Unser christliches Menschenbild sollte Ansporn genug sein, auf eine Veränderung der Verhältnisse hinzuwirken. Erst wenn das gelingt, haben wir unsere Werteordnung verteidigt.


8 Kommentare

  1. Lieber Anonymus, in aller Regel habe ich Schwierigkeiten mit anonymen Beiträgen. Im vorliegenden Fall mag das jedoch dem (verständlichen) Misstrauen gegenüber den Behörden geschuldet sein.

    Zitat aus Ihrem Beitrag: „Wie ich einmal einen weisen alten Mann sagen hörte: statt mir jeden Tag einen Fisch zu schenken, zeig mir lieber, wie und wo ich fischen kann.“

    Und genau da liegt das Problem. Nicht nur, dass Europa seine Grenzen verbarrikadiert. Nein, den Menschen wird jede Chance genommen, sich selber zu helfen. Und hier ist Ihr Beispiel mit den Fischen hochaktuell. Die Meere werden von riesigen Fabrikschiffen leer gefischt und damit den Fischern im Lande die Existenzgrundlage genommen.

    Derzeit kommen täglich tausende Flüchtlinge in Europa an. Das ist gesteuert. Entweder von korrupten Politikern, sicherlich aber von verbrecherischen Menschenhändlern. Diesen Verbrechern gilt es das Handwerk zu legen.

    Vorschlag: Vielleicht kann Präses Rekowski sich bei der deutschen Polizei dafür verwenden, das deutsche Polizisten in den Emigrationsländern zusammen mit der örtlichen Polizei versuchen, das Schleuserwesen zu minimieren.

    In letzter Zeit ist soviel von mafiösen Strukturen die Rede. Könnte gut sein, dass auch hier die Mafia ihre Finger ganz dick drin hat.

  2. Europa eine Illusion
    Gemeinsam mit anderen ausländischen Studierenden der ESG Aachen habe ich an der Podiumsdiskussion zu „Europas Werten“ in Jülich teilgenommen. Ich bin auch ein Flüchtling, der aber eine sehr große Chance bekam. Ich bin erstens mit einem studentischen Aufenthaltstitel nach Deutschland gekommen und zweitens erhielt ich als Unterstützung ein Stipendium durch die „ESG-Aachen“, ohne diese Unterstützung hätte ich nicht meinen Bachelor an der RWTH-Aachen abschließen können.
    Europa eine Illusion ist für sehr wenige Europäer ein Paradies und ein Lebenstraum für die meisten jungen Menschen des schwarzen Kontinentes. Letztere Sichtweise ist leider sehr entfernt von der Realität auf dem alten Kontinents und wird durch die Medien und von früheren Einwanderern an die afrikanische Jugend verkauft. Durch ihre selektive Einwanderungspolitik verursachen die europäischen Länder, dass tausende Menschen über das Meer illegal einwandern. Zwischen 1993 und März 2012 wurden 16.264 Tote an den europäischen Grenzen gezählt. Die wenigen, die es über das Meer schaffen, denken sich, dass der Hunger, die Armut und die Ungerechtigkeit längs Geschichte sind. Sie irren sich. Aber diese Tatsache wird erst wahr, wenn man in Europa ankommt. In diesem von zu Hause ausgesehenen Wunderland Europa braucht man für alles entweder ein Visum oder Geld, am häufigsten sogar beides. Die meisten, die hier ankommen, haben schon alles was sie besaßen für die Reise oder während der Reise ausgegeben. Einige von ihnen landen in Andalusien, andere in Lampedusa. Danach sind sie in Flüchtlingslagern gesammelt, wo die erste Enttäuschung aufkommt. Keine freie Bewegung, keine Arbeit, das Essen , das Leben in Lagern entspricht nicht dem Traum. Diejenigen, die Glück haben, werden durch religiöse oder humanitäre Organisationen unterstützt und können an Schulen oder Universitäten ihre Ausbildung machen, um ihre Zukunft zu sichern. Die, die wenig Glück haben bleiben noch länger in den Flüchtlingslagern. Viele von ihnen bekommen Depressionen, werden Drogenabhängige und Alkoholiker. Die letzte Gruppe ist die der Verfluchten. Sie werden zurück nach Marokko geschickt und in die Hände der marokkanischen Polizei gelegt. Wie bekannt ist, werden sie gefoltert und in der Wüste ohne Wasser und Nahrung gelassen, wo sie nach ein paar Stunden sterben.
    Der gemeinsame Hintergrund dieser Flüchtlinge ist, sie stammen aus Kriegsgebieten, aus Ländern, wo Diktaturen herrschen und die Menschenrechte, die allerletzten Sorgen der Regierenden sind, aus Ländern, wo der Hunger und die Kriminalität dominieren. Das Paradox ist, dass diese Länder am meisten von europäischen Regierungen unterstützt sind. Nehmen wir nur ein Beispiel. Afrika ist der gröste Waffenmarkt auf der Erde, obwohl fast kaum oder gar keine Waffe in Afrika produziert ist. Diese ganzen Waffen kommen aus Europa oder USA.
    Die Eu verschließt uns ihre Grenzen, obwohl sie einen Anteil zum Versagen des afrikanischen Kontinents beiträgt. Stattdessen muss dringend eine Lösung für die illegale Einwanderung von Flüchtlingen gefunden werden, mit der Afrika und Europa zufrieden sein können. Dazu will ich mögliche Lösungen nennen:
    • Eine gleichberechtigte Kooperation zwischen Afrika und Europa.
    • Eine Normalisierung des Handels zwischen beiden Kontinenten.
    • Eine Reorientierung der Investitionnen der EU in Afrika, indem mehr in die Ausbildung der Jugend investiert wird.
    • Ein Waffenverkaufsverbot an diktatorischen Regierungen oder ethnischen Rebellen Gruppen.
    • Die Verbreitung, die Valorisation und der Respekt der Menschenrechte in Afrika.
    Wie ich einmal einem weisen alten Man sagen hörte: statt mir jeden Tag ein Fisch zu schencken, zeig mir lieber wie und wo ich fischen kann. Ich denke, wenn Europa Afrika aus der Armut rausholen möchte, bleibt sie nur eine einzige Möglichkeit: Die gute Ausbildung des Afrikanischen Jugend.
    Alhosseiny Diallo, ESG Aachen
    Student aus Guinea/Westafrika

  3. Liebe Tzvetanka V. Spruck,

    danke für die Erinnerung, wahrscheinlich hat die Benachrichtigungsoption nicht richtig funktioniert. Sorry, nun aber ist Ihr Kommentar freigeschaltet.

  4. Guten Tag!
    Vor einigen Tagen habe ich ein Kommentar im Zusammenhang mit diesem Thema verfasst, der bislang nicht frei geschaltet wurde. Womit hängt es zusammen?

  5. Danke für diese Aktion mitsamt Bericht. Die Öffentlichkeit muss wissen, was da passiert in unser aller Namen ( = Europa usw). In der Frage der Integration der „Subsaharianos“ ist die spanische Gesellschaft sehr offen, auch wenn es betrübliche Ausnahmen gibt. Das wissen die Flüchtlinge und das gibt ihnen den Mut, auf unglaublich- intensive Weise, die Grenzen bei Melilla und Ceuta zu überwinden, wenn denn die Kräfte reichen.

  6. Lampedusa und Mellila sind zwei Synonyme, an denen sich die Europäische Union messen lassen muss. Nicht nur die EU-Politiker mit Frontex und Eurosur, auch die deutsche Politik (namentlich die CDU/CSU) mit ihrer stringenten Asylpolitik verbarrikadieren die Grenzen zur EU resp. die nationalen Grenzen zu Deutschland. Das „C“ im Parteinamen der CDU/CSU ist zu einem Schnörkel verkommen.

    Den Gipfel des Zynismus hat sich der italienische Innenminister geleistet. Während er alle bei dem einen Unglück vor Lampedusa (dort gibt es wie auch in Mellila täglich tödliche Dramen) GETÖTETEN Flüchtlinge posthum zu italienischen Staatsbürgern erklärte, wurden gleichzeitig alle LEBENDEN Flüchtlinge mit einer Strafe von 1.500 € pro Person belegt.

    Auch nach dem großen Unglück sieht die EU keinen Handlungsbedarf.

    Zitat aus dem Präsesblog: „Eine Welt, in der genug für alle da ist, darf keine Utopie bleiben“.

    Tatsache ist: Es ist genug für alle da. Man muss es nur gerecht verteilen. Und man muss es wollen.

    Sie, Herr Präses, erinnern sich sicherlich noch an die 1970er/1980er Jahre, als wir aufgrund der verfehlten Politik der EU von Butterbergen und Fleischbergen sprachen. Vorschläge, die Überschüsse in arme Länder zu verschicken, wurden als zu teuer abgelehnt.

    Bis heute setzt die Gier nach immer mehr den Maßstab des Handelns. Subventionierte landwirtschaftliche Wahren werden auf den afrikanischen Kontinent geliefert. Dadurch haben die örtlichen Bauern nicht die geringste Chance, die eigene Ware kostendeckend zu verkaufen. Es gibt also keine Zukunftsperspektive. Deshalb, aber auch aus Angst vor Mord, Hunger und vor Zwang zum Dienst an der Waffe bereits bei Jugendlichen versuchen die Flüchtlinge verzweifelt, den europäischen Kontinent zu erreichen.

    In 5. Mose 27,19 heißt es: Fluch über jeden, der einem Fremden, einer Witwe oder Waise ihr Recht vorenthält! Und das ganze Volk sagt: Amen.

    Es muss uns gelingen, die christlichen Werte, die auf sozialem Handeln und auf sozialen Normen beruhen, wieder fest in der Gesellschaft zu verankern. Dazu gehört z.B. die Aufhebung des Asylbewerberleistungsgesetzes. Zumindest jedoch die vom Bundesverfassungsgericht angemahnten existenzsichernden Leistungen an sozial Bedürftige nach dem Sozialgesetzbuch.

    Dazu gehört aber auchnicht zuletzt, auch das finanzielle Verhalten der christlichen Kirchen auf den Prüfstand zu stellen. Fehlentscheidungen müssen thematisiert und dann korrigiert werden.

    Zitat: Unser christliches Menschenbild sollte Ansporn genug sein, auf eine Veränderung der Verhältnisse hinzuwirken. Erst wenn das gelingt, haben wir unsere Werteordnung verteidigt. Zitatende

    Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.

  7. Sehr geehrter Herr Weusmann,

    ich finde, dass Ihr Bericht eine sehr beeindruckende Darstellung der Verhältnisse bietet. So, dass es vermutlich auch anderen so geht wie mir, ich bin sprachlos.
    Lediglich bei den Fragen, die Sie in der Mitte Ihrer Beschreibung aufwerfen, bin ich geneigt, mit Ihnen gemeinsam nach Antworten zu suchen.

    Ist es nicht so, dass bei „grenzwertigen“ Problematiken tatsächlich irgendwann die, die meinen am längeren Hebel zu sitzen, das Gespräch verweigern?
    Da unterscheiden sich die Behörden, Institutionen, Länder etc. im Westen, wie im Osten, damals wie heute in keiner Weise voneinander.
    Dann wird die Thematik ausgeblendet und ignoriert und es heißt: „Wir werden uns in Zukunft dazu nicht mehr äußern.“

    Ich stimme völlig mit Ihnen und Ihrem Bericht überein und dennoch empfinde ich eine Skepsis, dass sich Menschen angespornt fühlen können, auf eine Veränderung der Verhältnissen hinzuwirken.

    Ihre Provokation, die ich persönlich zu schätzen weiß, nämlich dass wir erst dann „unsere Werteordnung“ verteidigt haben, darf ich Ihnen damit beantworten, dass zu viele Menschen die „Weltflucht“ aus diesem Grund ergreifen mussten. Manche auf dem Seeweg, manche über sieben Berge. Manche sind gestorben und andere tun so, als ob sie leben.

    Eine Werteordnung ohne (Waffen)gewalt zu verteidigen ist nicht einfach. Oft genug zieht man den kürzeren. Es sei denn, man sitzt am längeren Hebel.
    Oder betet. Darf keine Utopie bleiben.
    Auch wenn Sie und ich unsere Werteordnung nicht verteidigen konnten, zumindest zeitweise.

  8. Sehr geehrter Präses Rekowski, lieber Manfred!

    Wenn ein Präses das sagt, dann ist das ein Zeichen, dass viele es wissen. Ist aber nicht Gefahr für „unsere Werteordnung“ zu wenig? Es geht doch darum, dass wir nur mit den Armen Leben haben werden. Gott fragt Kain nicht nach dessen Werten, sondern nach seinem Bruder.

    Gott fragt EuroKain: Wo ist Dein Bruder Abel? Noch antwortet Europa wie Kain: „Ich weiß nicht! Soll ich meines Bruders Hüter sein?

    Wir haben immer noch nicht gelernt, dass die Zeit der Nationalstaaten vorbei ist, für deren Volkswirtschaft es außerhalb ihrer Grenzen keine Bürgerrechte gibt.
    Spätestens seit dem 1.Weltkrieg aber können wir wissen, dass wir ein gemeinsames Schicksal auf dem Planeten Erde haben. Es ist die weltweite naturwissenschaftlich geleitete Ökonomie, von der der Physiker HP Duerr sagte, sie sei „der schlimmste Fundamentalismus“.

    Wir haben noch keine Kraft und Lebensform, unsere Überbeanspruchung der weltweiten Ressourcen zu beenden. In der BRD Faktor 5 – das Wuppertal Institut rechnete uns unsere heutige Gottesferne (Sünde) mit dieser Zahl aus. Sünde aber ist säkular gesprochen Zukunftsunfähigkeit/ verstockheit. Unsere Sünde ist kollektiv – mit dem kleinsten EInkauf sind wir alle, ob wir es wissen oder nicht, weltweit tätig.
    So zerstört zum Beispiel die vielleicht gutgemeinte Kleiderspende Handwerke in Afrika und daran hängend Produktion und Verarbeitung von Materialien für Kleidung aus heimischer Produktion und Lebensgrundlage der Flüchtlinge. Die Weltwirtschaftsunordnung verdammt die Afrikaner zum Rohstofflieferanten. So haben sie keine Chance.

    In der neuen Missionserklärung 2012 Together towards life ist unser heutiger Lebenshorizont erkannt und ausgesprochen und Wege zum Fest des Lebens gemeinsam benannt. Wie gut, dass dem jetzt Taten folgen sollen mit dem Pilgerweg für Gerechtigkeit und Frieden. Die Kirche kann aber nur Maßstäbe setzen, wenn wir herausgegangen sind aus dem Lager der Wohlstandssicherung auf Kosten der Afrikaner und der zukünftigen Generationen.

    Nathan Söderblom, Gründungsvater der ökumenischen Bewegung wurde von einem Bauern angesprochen: Bischof, die Zeit des Priesters ist vorbei! Das waren Rom und die alte Kirche! – DIe Zeit des Leviten ist vorbei! Das waren Wittenberg iund Genf! – Jetzt beginnt das Zeitalter des barmherzigen Samariters!

    Er sprach diese Worte 1913, am Vorabend des Weltkrieges.
    Viele Menschen machen sich schon auf den Samariterweg – lasst uns gemeinsamen Dienst auf dem Planeten schaffen, in dem Afrikaner und Europäer, Christen und Muslime, und und… miteinander für die Erneuerung des Lebens kämpfen. Die Seele erwacht nur, wenn universale Wahrheit (- hier die Notwendigkeit der Gerechtigkeit -) konkrete Gestalt und Erfahrung wird im wirklichen Leben von Menschen. Unser Pilgerweg muß deshalb allen Europäern die Chance eröffnen Afrikaner lieben zu lernen, so, daß sie nicht mehr antworten können wie Kain.

    Es gilt aber die Regel Jesu: An unseren Früchten werden wir erkannt.

    Ich wünsche Dir viel Kraft

    Dein
    Thomas Dreessen

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