Engel aus Pskow zieht Kreise: in Deutschland, in Russland – und im Weltraum

7. Dezember 2017 von Klaus Eberl

Zwei Engel sind an Bord der ISS in den Weltraum gereist, denn die russische Raumfahrtbehörde ist begeistert von dem Versöhnungsprojekt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Pskow. Dort, in der Werkstatt für behinderte Menschen. werden die Holzengel hergestellt. Die Engel haben auch eine Behinderung, ein Flügel ist größer als der andere. So wollte es der Künstler, der sie entworfen hat: als Zeichen für die Lebenssituation behinderter Menschen. Man kann sich an den Engeln festhalten. So wie mein Glaube mir festen Halt gibt.

Auf der ISS gibt es auch ein Bild des ersten Raumfahrers Juri Gagarin, der einmal gesagt hat, er habe im Weltraum keinen Gott gesehen. Ironischerweise schwebten nun Pskower Engel vor seinem Bild. Jeder Mensch braucht Geborgenheit. Christen glauben: Sie kommt von Gott.

Die Versöhnungsarbeit in Pskow begann 1991, 50 Jahre nach dem Einmarsch der Wehrmacht. Die Stadt Pskow litt besonders unter dem Krieg. Als Zeichen der Versöhnung begann die Förderung behinderter Menschen. Die Kirchengemeinde Wassenberg hat eine Schule aufgebaut, darum herum entstanden weitere Einrichtungen, unter anderem die Werkstatt, in der Menschen mit Behinderung die Holzengel herstellen.

Mehr zur Initiative Pskow: www.initiative-pskow.de

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