Nach dem Sommerurlaub: Facebook sinnvoll nutzen

7. September 2016 von Redaktion

Die Urlaubszeit ist zu Ende, der Arbeitsalltag bestimmt das Leben wieder, nach den Sommerferien nimmt die Sitzungsdichte im Landeskirchenamt wieder zu. In den letzten Wochen habe ich die Zeit genutzt, verschiedene Einrichtungen und Projekte in der Rheinischen Kirche zu besuchen, einen Besuch habe ich auch auf Facebook abgestattet.

Für mich stellt sich nun die Frage, ob dies ein einmaliger Besuch war oder ich länger auf Facebook bleibe und wenn ja, in welcher Form.

Positiv wahrgenommen habe ich, wie Menschen aus unserer Kirche mich angesprochen haben und sie mir Kontaktanfragen gestellt haben, die ich gerne angenommen habe. Facebook ist nicht der Ort für das tiefsinnige Hintergrundgespräch, aber eine Möglichkeit, kurze Impulse zu setzen, zu kommentieren oder auch nur jemand zu grüßen.

In meinem Nachrichtenbereich habe ich Sachen erfahren, die ich woanders so nicht gehört hätte. Vieles durchaus interessant und auch nützlich zu wissen, bei manchen Dingen frage ich mich allerdings, ob ich das wirklich wissen muss und wissen will. Mich überraschte auch, wie viele Menschen auf Facebook Privates aus ihrem Leben teilen, was ich nur in meiner Familie oder im engen Freundeskreis erzählen würde.

Ich habe gemerkt, wie schnell man viel Zeit auf Facebook verbringen kann – Zeit, die ich sonst anderweitig gut hätte nutzen können. Für meinen dreiwöchigen Besuch habe ich diese Zeit gerne so eingesetzt, um Erfahrungen zu machen. Für den Arbeitsalltag weiß ich aber, dass ich anders mit meiner Zeit haushalten muss.

Auf der anderen Seite macht es Facebook einem einfach, einen Link mit einem Kommentar zu teilen und diesen weiterzugeben. Oder schnell ein Foto zu teilen. Man braucht keinen Aufsatz oder Abhandlung zu schreiben, sondern kann von unterwegs schnell vom Handy einen Artikel weitergeben. So lassen sich schnell und einfach kleine Impulse setzen, auf die es dann Feedback gibt.

Was bedeuten diese Erfahrungen für meinen weiteren Umgang mit Facebook? Der datenschutzrechtlichen Gefahren bin ich mir bewusst; ich habe nun selbst gesehen, wieviel Privates Menschen auf Facebook teilen und woraus Facebook dann Rückschlüsse ziehen kann. Ich sehe aber weiterhin die Chancen, die dieses Netzwerk bietet, auch für mich als Präses. Und nicht zuletzt hat es mir auch Spaß gemacht, auf Facebook zu surfen. Daher möchte ich bis auf Weiteres Facebook nutzen, allerdings weniger als in den letzten drei Wochen. Wenn es passt und sich anbietet, werde ich etwas auf Facebook teilen und posten, aber ich schaffe es nicht, regelmäßig mir Zeitfenster freizuhalten für Facebook. Also keine Facebook-Abstinenz, aber auch keine Zeitfresserei durch Facebook, sondern sinnvoll Facebook im Arbeitsalltag nutzen, wo es sich anbietet.

Ich hoffe, dies ist ein guter Weg – und wir bleiben auch über Facebook in Kontakt, wenn auch nicht so intensiv.

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