Weihnachtspäckchen für Flüchtlinge

19. Dezember 2016 von Johann Weusmann

In unmittelbarer Nähe zum Landeskirchenamt liegt eine Flüchtlingsunterkunft. Zum dritten Mal haben Mitarbeitende des Landeskirchenamtes Geschenke eingekauft und zu Weihnachten Päckchen für die Flüchtlinge in unserer Nachbarschaft gepackt. Mitgemacht haben dabei auch Mitarbeitende aus dem Evangelischen Büro und dem Haus Landeskirchlicher Dienste. Gerne beteilige auch ich mich persönlich an dieser Aktion. Durch diese Geschenke wollen wir deutlich machen, die Weihnachtsbotschaft gilt allen Menschen. Wir merken allerdings, dass sich im letzten Jahr das gesellschaftliche Klima geändert hat. Wer sich für Flüchtlinge einsetzt, wird immer öfter kritisch angegangen.

Weihnachten zeigt für mich, dass Gott Mensch geworden ist. Das Kind in der Krippe ist Sinnbild dafür, dass alle Menschen ein Ebenbild Gottes sind, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität, ihrer Herkunft oder Religion. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir bei unseren Weihnachtspäckchen nicht unterscheiden, wer sie bekommt, sondern wir schenken sie gleichermaßen allen Flüchtlingen in der Unterkunft.

Immer häufiger hören wir auch solche Stimmen: Müsst Ihr Euch denn um Flüchtlinge kümmern, haben wir nicht genug Notleidende in Deutschland? Gruppen von Menschen gegeneinander auszuspielen, ist unchristlich, auch wenn es in sozialen Medien immer häufiger geschieht und Populisten so Stimmung machen wollen. Die Nöte Wohnungsloser, von Menschen mit karger Rente, von Arbeitslosen und Alleinerziehenden, die am Existenzminimum leben, dürfen nicht gegen die Notlage von Flüchtlingen abgewogen werden, sondern als Christenmenschen sind wir an alle Menschen gewiesen, die unsere Hilfe brauchen. Und als Kirche wollen wir unsere Stimme einbringen zugunsten aller Menschen, die in Not sind, ohne nach deren Nationalität zu unterscheiden.

Ich bin daher froh, dass viele Mitarbeitende im Landeskirchenamt Weihnachtspäckchen für Flüchtlinge gepackt haben, die wir heute übergeben konnten. Die Kollekte im Adventsgottesdienst letzte Woche hat die Mitarbeitendenvertretung für eine Weihnachtsfeier für Wohnungslose an Heiligabend in Düsseldorf gewidmet. Auch dies zeigt: wir wollen die Weihnachtsfreude weitergeben an alle Menschen und nicht zwischen Menschen in Not Unterschiede machen, denn die Geburt Christi, die wir zu Weihnachten feiern, ist eine Gute Nachricht für alle Menschen.

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