Flutkatastrophe auf dem Balkan

21. Mai 2014 von Manfred Rekowski

Die Bilder aus den Nachrichtensendungen im Fernsehen sind mir noch vor Augen, als mich der Hilferuf einer bosnischen Freundin erreicht, den ich im Blog mit Ihnen teilen möchte. Sie schreibt: „Durch die dramatische Hochwasserlage in vielen Teilen Serbiens und Bosnien sind viele Menschen und Tiere in Not geraten und dringend auf Hilfe angewiesen. Wer etwas für sie tun möchte, kann gerne mit Spenden helfen. Benötigt wird ALLES!!!“

Die Situation in ihrer bosnischen Heimat und in der serbischen Stadt, in der ihre Familie heute lebt, sei katastrophal. Unvorstellbare Wassermassen ziehen durchs Land. Erdrutsche bedrohen Menschen, die sich an Berghängen wohnend sicher wähnen.

Um die Zerstörung durch die Naturkäfte deutlich zu machen, schickte sie mir den Link zu einem Video-Clip auf YouTube. Auch das Foto dieses Blogposts stammt dieser bosnischen Freundin und zeigt, wie sich das Wasser über ihre Ortschaft ergießt.

Landminen werden durchs Land gespült und werden zu einer todbringenden Bedrohung. Chemiefabriken und Kraftwerke drohen überflutet zu werden. Stromausfälle und ökologische Katastrophen wären die Folge.

Sie fügte hinzu „Vielleicht ist diese Katastrophe aber zugleich auch eine Chance. Dass die verfeindeten ethnischen Gruppierungen im ehemaligen Jugoslawien nun zusammenstehen und sich gegenseitig helfen, könnte auch ein Beitrag zur Versöhnung in dem geschundenen ehemaligen Jugoslawien sein.“

Wenn Sie helfen möchten, die Diakonie Katastrophenhilfe leistet „erste Hilfe“ und bietet Informationen und Hilfs- und Spendenmöglichkeiten:

BOSNIEN UND SERBIEN
Hilfe nach Flutkatastrophe auf dem Balkan

Tagelanger Dauerregen hat in Serbien und Bosnien-Herzegowina schwere Überschwemmungen verursacht. Bis zu 120 Liter pro Quadratmeter gingen innerhalb von 24 Stunden nieder, in zwei Tagen fiel so viel Regen wie sonst in zwei Monaten. Mehrere Flüsse traten über die Ufer, Bäche verwandelten sich in Wasserfälle und führten vielerorts zu Erdrutschen und Schlammlawinen. Nach offiziellen Angaben kamen in den beiden Ländern mehr als 40 Menschen ums Leben. Obwohl der Regen allmählich nachlässt, ist es für Entwarnung zu früh. Noch immer werden Deichbrüche und weitere Erdrutsche befürchtet. Die Diakonie Katastrophenhilfe schickt 200 Trocknergeräte in die betroffene Region.

In Serbien sind neben der Hauptstadt Belgrad zahlreiche weitere Dörfer und Städte betroffen. Besonders verheerend ist die Situation entlang des Flusses Save, westlich von Belgrad. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und evakuiert werden. Bei Obrenovac gaben die Deiche nach. Mit Booten und Traktoren wurden die 20.000 Einwohner der Stadt in Sicherheit gebracht. In vielen Orten ist die Stromversorgung unterbrochen, Schulen und Kindergärten sind geschlossen. In Belgrad kam der Verkehr zum Erliegen.

60.000 Haushalte ohne Strom
Im benachbarten Bosnien-Herzegowina sind nach Dauerregen ebenfalls mehrere Flüsse über die Ufer getreten. Hier stehen vor allem im Norden weite Teile des Landes unter Wasser. Seit 120 Jahren gab es hier nicht mehr so starke Regenfälle. Einige Orte sind nur noch mit dem Boot zu erreichen. Neben der Save stieg auch der Wasserstand des Flusses Miljacka, der unter anderem durch die Hauptstadt Sarajevo fließt, auf Rekordhöhe. Zehntausende Menschen mussten aus ihren Häusern gerettet werden. In Bosnien waren 60.000 Haushalte ohne Strom.

Wie die Diakonie Katastrophenhilfe hilft
Damit die Häuser schnell wieder bewohnbar sind, schickt die Diakonie Katastrophenhilfe 200 Trocknergeräte für die Haushalte der Betroffenen. Außerdem planen lokale Partner des kirchlichen Netzwerks der ACT Alliance, zu dem auch die Diakonie Katastrophenhilfe gehört, mit Suppenküchen und der Verteilung von Nahrungsmittelpaketen die Menschen in den Hochwassergebieten in Serbien und Bosnien zu unterstützen. Auch Hygienematerial und Werkzeug werden benötigt. Zerstörte Brücken und Erdrutsche erschweren den Hilfskräften jedoch den Zugang vor allem in den entlegenen ländlichen Gebieten. Die Mitglieder des ACT-Verbunds verfügen zusammen über zehn Außenstellen in Serbien und Bosnien-Herzegowina, die schnell Hilfe auf den Weg bringen können.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden unter dem Stichwort „Fluthilfe Balkan“

Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland:
IBAN: DE62350601900000001023 Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank
GENODED1DKD

Diakonie Katastrophenhilfe Westfalen:
IBAN: DE45350601902100035033, Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank
GENODED1DKD

Onlinespende unter http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende.html

Flutkatastrophe auf dem Balkan
Flutkatastrophe auf dem Balkan

Von: Manfred Rekowski

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