Interkulturelle Öffnung wird uns als Kirche verändern

16. September 2015 von Manfred Rekowski

Interkulturelle Öffnung ist kein Sandkastenspiel, sondern es geht darum, wie wir mit Menschen aus anderen Kulturen zusammenleben. Wenn wir uns darauf einlassen, wird sich viel verändern.

Gerne war ich heute in Wuppertal auf der Auftaktveranstaltung zum Konsultationsprozess „Interkulturelle Öffnung“ in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Auch Sie können sich einbringen mit Ihren Erfahrungen und Fragen, dafür haben wir ein Werkbuch gestaltet und unter interkulturell.ekir.de eine Austausch- und Diskussionsplattform eingerichtet.

3 Antworten auf „Interkulturelle Öffnung wird uns als Kirche verändern“

  1. In Ihrem obigen Statement erzählen Sie von Menschen, die zum Gottesdienst kommen, sie (wörtliches Zitat:) „gehen wieder, sind da, gehören doch nicht dazu“.

    Wenn Sie bislang ernsthaft überzeugt waren, dass die persönliche kulturelle Prägung hinsichtlich der Frage nach der Zugehörigkeit zur Kirche stärker ins Gewicht fällt als die Zugehörigkeit zu Jesus Christus, dann wird es allerdings höchste Zeit, dass die interkulturelle Öffnung Sie als Kirche verändert.

    Jedoch: das, was Sie interkulturelle Öffnung nennen, hat für die Kirche keine andere Berechtigung und keine andere Veränderungskraft als diese: Hier (in der Gemeinschaft der Getauften) ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus (Gal 3,28).

  2. Sehr geehrter Herr Präses, lieber Bruder Rekowski – Respekt vor allem, was Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft leisten. Respekt auch vor Ihrem eigenen Werdegang.
    Ich bin davon überzeugt, dass unsere Kirche in den nächsten Jahren über eine „Interkulturelle Öffnung“ hinaus etwas entscheidedes beizutragen hat – und das ist die Mitarbeit an einer für unsere Gesellschaft gültigen Leitkultur. Wir müssen deutlich machen, dass es in für unsere Kirche und Gesellschaft Grundsätze gibt, die nicht verhandelbar sind. Hierzu gehört für mich die Toleranz, die Pluraltät der Lebenentwürfe, die Freiheit der Glaubensentscheidung, vor allem aber die strikte Befolgung von Recht und Gesetz und die Anerkennung unseres Staates auch und gerade weil sie nicht als gottgegeben verstanden werden.
    Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen für Ihren weiteren Dienst.

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