Prost Neujahr!

26. November 2016 von Manfred Rekowski

Morgen ist es wieder soweit. Klingt ungewöhnlich, ist aber so: Mit dem 1. Sonntag im Advent beginnt für die Christinnen und Christen hierzulande das neue Kirchenjahr. Während der christliche Festkalender Anlauf auf das erste große Fest des Jahres nimmt, ist das Weihnachtsgeschäft schon aus den Startblöcken heraus. Mit Spekulatius und Lebkuchen in den Supermärkten hat es sich längst warmgemacht, und jetzt geht es mit riesigen, hastigen Schritten auf das Umsatzziel zu. Alles rennet, kaufet, flüchtet, eh sich die heilige Nacht zum Weihnachtstag gelichtet.

Eigentlich schade, dass der Auftakt des Kirchenjahres bei so vielen Menschen unter die Räder kommt. Und leider geht es angesichts der vielen Feiern, Konzerte und Gottesdienste auch in manchen Pfarrhäusern ziemlich hektisch zu. Dabei gibt es im Advent doch eine Menge zu entdecken – so wie hinter den bunten Türen der Adventskalender. Heerscharen von Kindern warten nur darauf, dass sie am 1. Dezember das erste Türchen öffnen und ein Stück Schokolade ergattern können. Ich habe keinen süßen Adventskalender. Ich habe einen, in dem jeden Tag eine neue Geschichte erzählt wird, ein Text zum Nachdenken, ein Liedvers. Das ist jeden Tag überraschend und anregend.

Und ich freue ich mich auf die „Türchen“, die die Rheinische Post mit Unterstützung unserer Kirche ab 1. Dezember bis Weihnachten in jeder Ausgabe öffnet. Dahinter gibt es vieles zu entdecken, was den Advent, den christlichen Glauben und unsere Traditionen ausmacht: viele rote und vier weiße Kerzen am Adventskranz, der Protestsong „Macht hoch die Tür“, die Heilige Barbara oder der Ohrwurm vom vergangenen Weihnachtsfest – und zum guten Schluss das, worum es beim Weihnachtsfest wirklich geht.

Auch jenseits der Tageszeitung gibt es im Advent vieles zu entdecken, um sich auf das Fest vorzubereiten, mit dem wir feiern, dass Gott Mensch geworden ist: ein griechisch-deutsches Weihnachtskonzert am kommenden Donnerstag im Haus der Ärztekammer Düsseldorf; die Nacht der Musik zum Advent in der Ratinger Stadtkirche am Freitag; ein Gottesdienst im Tipi auf dem Xantener Weihnachtsmarkt am 3. Advent, bei dem der Baum Kopf steht – und ganz schlicht und schön der Gottesdienst morgen, am 1. Advent, in der eigenen Gemeinde, um mit Leib und Seele zu erleben, wie wunderbar die Adventszeit sein kann. In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.