Begegnungen auf dem Kirchentag

3. Mai 2013 von Manfred Rekowski

Mein erster Tag auf dem Kirchentag beginnt mit einer Twitter-Bibelarbeit. Junge Erwachsene geben in Saal 6 des Kongreßzentrums sehr anregende und nachdenkliche Impulse zum Bibeltext von der bittenden Witwe. Durch die Twitter-Beteiligung – man könnte wohl auch sagen durch „elektronische Zwischenrufe“ – entsteht eine sehr dialogisches Bibelgespräch. Auch wenn die auf eine Leinwand projizierten Twitter-Beiträge mich etwas vom Zuhören ablenkten, gelungen war diese intereaktive Bibelarbeit durchaus.

Rheinische Bühne auf dem Hamburger Kirchentag
Rheinische Bühne auf dem Hamburger Kirchentag

Dann der Markt der Möglichkeiten: Ob im Cafe Oberberg, bei Eirene/Friedensdienst, der Kirchlichen Hochschule, dem Johanneum oder der Männerarbeit, überall traf ich auf sehr motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitende. Bei der Vereinten Evangelischen Mission traf ich auf eine Delegation aus Indonesien – es wurde spontan gesungen und getanzt. Die Initiative Pskov und die Arbeit mit afrikanischen Flüchtlingen zeigten mir eindrücklich, dass unsere Kirche weltweit Verantwortung übernimmt. Das Engagement rheinischer Prädikantinnen und Prädikanten und die Ehrenamtsarbeit zeigte mir den wahren Reichtum unserer Kirche: sehr begabte, motivierte und einsatzfreudige Mitarbeitende.

Am Abend traf ich bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung Paul Bhatti, den früheren Minister für nationale Harmonie in Pakistan, der das Amt 2011 von seinem ermordeten Bruder übernommen hat. Der katholische Christ berichtete eindrucksvoll und bewegend von der Situation der religiösen Minderheiten in seinem Land.

Der Kirchentag lebt davon, dass sich Menschen begegnen. Er ist ein Ort für Diskussionen und neue Ideen, gemeinsam sind wir auf dem Weg. Aus dem Rheinland sind über 14.000 Christinnen und Christen auf dem Hamburger Kirchentag. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen sie aus Hamburg mitnehmen werden und welche Impulse daraus für uns im Rheinland entstehen.

Allen Teilnehmenden auf dem Hamburger Kirchentag wünsche ich noch zwei Tage mit guten Erfahrungen.

 

PS: Das Foto von der rheinischen Bühne ist von Jens-Peter Iven, zu meinen Erfahrungen mit der Twitter-Bibelarbeit haben mich Studenten von der Kirchentags-Social-Media-Redaktion befragt.

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